Gemeinsam für mehr Nachhaltigkeit und Compliance: ISO-Revisionen 2026 im Fokus
Als starker Partner an der Seite der Thommen-Furler AG unterstützt die Neosys AG Unternehmen dabei, Managementsysteme praxisnah und wirksam aufzustellen. Mit den bevorstehenden ISO-Normrevisionen 2026 stehen im Qualitäts- und Umweltmanagement wichtige Neuerungen bevor. Erfahren Sie im folgenden Beitrag unseres Partnerunternehmens, welche Schwerpunkte die neuen Normen setzen und wie Sie Ihr Unternehmen frühzeitig darauf vorbereiten können.
ISO-Revisionen 2026 im Qualitäts- und Umweltmanagement – Managementsysteme mit Wirksamkeit weiterentwickeln
Mehr Wirkung statt reine Normerfüllung. Die Normrevisionen stärken den Praxisbezug von Umweltanalysen über den gesamten Lebensweg und rücken Change-Management und ESG-Risiken stärker in den Fokus. Neu bekommt die Förderung von Ethik in der Qualitätskultur mehr Relevanz.
ISO 14001:2026: Umweltaspekte entlang des gesamten Lebenswegs einbinden
Die Norm konkretisiert die bereits bestehende Anforderung der Lebenswegbetrachtung. Organisationen müssen die Umweltwirkungen ihrer Tätigkeiten, Produkte und Dienstleistungen künftig noch konsequenter über den gesamten Lebensweg hinweg berücksichtigen und wo Handlungsspielraum besteht in die operativen Prozesse integrieren. Ein Beispiel: Bei der Beschaffung einer neuen Produktionsanlage werden über den gesamten Lebensweg der Ressourcen- und Energiebedarf, die Treibhausgasemissionen sowie anfallende Abfallstoffe aus dem Betrieb sowie durch die spätere Entsorgung der Anlage berücksichtigt. Lieferanten und Transportwege werden geprüft. Sofern relevant werden Schulungen zum ressourcenschonenden Betrieb durchgeführt.
Change-Management und ESG-Risiken mit solidem Risikomanagement auffangen
Neu werden Anforderungen an das Änderungsmanagement gestellt. Bei Veränderungen ist zu prüfen, welche Auswirkungen diese auf die Umweltleistung haben. Prozesse sind zu lenken, mit dem Anliegen, die Umweltziele und -resultate dennoch zu erreichen. Gleichzeitig rücken Nachhaltigkeits- und ESG-Risiken (Environmental, Social und Governance) entlang der Lieferkette stärker in den Fokus. Ausgelagerte umweltrelevante Prozesse und Dienstleistungen müssen in der Risikobewertung mitberücksichtigt werden. Für beide Fälle bietet es sich an, ein generisches Risikomanagement zu nutzen, um Fragen des Änderungsmanagements wie auch zu ESG aufzunehmen und zu dokumentieren. Hinzu kommt, dass sowohl Risiken wie Chancen differenziert zu bewerten sind. Organisationen sind somit angehalten, auch positive Szenarien zu ermitteln und deren Wahrscheinlichkeit und Nutzenpotential zu beurteilen.
ISO 9001:2026: Qualitätskultur stärken
Mit dem Normentwurf ISO 9001:2026 rücken neben der Qualitätskultur auch ethisches Verhalten und verantwortungsvolle Führung stärker in den Mittelpunkt. Die oberste Leitung soll diese Themen aktiv vorleben und im Managementsystem verankern. Orientierung bietet die ISO 26000:2010 zur gesellschaftlichen Verantwortung von Organisationen. Je nach Organisation kann dies von klaren Verhaltensgrundsätzen bis zu Aufsichts- und Kontrollmechanismen reichen. In Richtlinien werden Verhaltensgrundsätze steuerbar, Audits und Managementreview stellen solche Aufsichts- und Kontrollmechanismen dar.
Individuelle Standortbestimmung zur Normrevision
Erkennen Sie frühzeitig, wo Ihr Managementsystem bereits gut aufgestellt ist – und wo Anpassungen erforderlich werden. Wir analysieren ausgewählte Elemente Ihres Managementsystems und stellen diese den neuen oder geänderten Anforderungen der 2026er-Normen gegenüber. Die identifizierten Lücken visualisieren wir in einem Spinnendiagramm. So erhalten Sie die Grundlage, um die Umstellung auf die revidierten Normen frühzeitig zu planen, Prioritäten gezielt festzulegen und den Umsetzungsaufwand überschaubar zu halten.
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Matteo Baschera
Neosys AG, Projektleiter Managementsysteme, Audits, Schulungen
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